Ribery fordert neuen Vertrag für Müller

Soll der FC Bayern Vereins-Ikone Thomas Müller mit einem neuen (gut dotierten) Vertrag ausstatten, auch wenn Müller nicht mehr der Spieler vergangener Tage ist? Ja, sagt eine andere FCB-Legende: Franck Ribery.
"Ich persönlich hoffe, dass er noch ein Jahr beim FC Bayern bleiben kann", sagte Ribery der "Sport Bild" und machte mit Blick auf die aktuelle Müller-Situation eine Parallele zu seiner eigenen Zeit in München aus.
"Ich kann mich erinnern, dass ich meinen letzten Vertrag erst sehr spät unterschrieben habe, im Mai 2018. Das war die gleiche Situation." Der Franzose spielte dann noch eine Saison für den Rekordmeister.
Franck Ribery lief von 2007 bis 2019 im Trikot des FC Bayern auf, spielte elf Jahre mit Thomas Müller zusammen, der seit 2008 für die Münchner stürmt. Gemeinsam gewannen sie 2013 das Triple und Meisterschaften in Serie.
Für Ribery spielt Müller nach wie vor eine wichtige Rolle beim FC Bayern. "Thomas ist für die Kabine sehr wichtig, hat einen großen Einfluss. Er ist wichtig, egal, ob er 90 Minuten oder fünf Minuten spielt", hob der 41-Jährige die Bedeutung von "Radio Müller" für das Münchner Binnenklima hervor.
Riberys Rat an die Klubführung: "Thomas hat so viel gemacht für den Verein, für die Stadt München. Wenn er noch ein Jahr spielen möchte, dann sollte der Verein ihm diesen Kontrakt geben."
FC Bayern: Eberl wegen Müller in der Zwickmühle
Die Causa Müller beschäftigt seit Tagen die Fußball-Republik, nachdem erst die "Bild", später der "kicker" berichtet hatten, Müller werde vom FC Bayern wohl keinen Vertrag für die kommende Saison mehr bekommen.
Das Arbeitspapier des 35-Jährigen läuft am Saisonende aus. Mit einem kolportierten Jahresgehalt von 17 Millionen Euro gehört Müller zu den Topverdienern des Klubs.
Sportvorstand Max Eberl hatte Anfang des Jahres noch betont, die Gespräche mit Müller würden kurz und einfach werden. Müller soll laut Medienberichten aber not amused sein, dass ihm die Bayern - unabhängig von einer möglichen Gehaltsreduzierung - offenbar noch kein Angebot gemacht haben.
Eberl hat ein Problem: Nach den Vertragsverlängerungen mit den Spitzenverdienern Alphonso Davies, Jamal Musiala und Joshua Kimmich ist er zum Sparen verdammt, will er den Auftrag des Aufsichtsrates - ein deutlich abgespecktes Gehaltsvolumen - erfüllen muss. Bei Müller den Rotstift anzusetzen, sollte dieser weiter spielen wollen, gilt als ausgemacht.